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Kreis Segeberg exklusiv // Eine Woche der Extreme

Kreis Segeberg exklusivKreis Segeberg exklusiv
Liebe Leserinnen und Leser,
das war wirklich eine Woche der Extreme - zwischen größtmöglicher Erleichterung und tiefster Verzweiflung. In den Friseursalons etwa sehen die Verantwortlichen seit Bekanntwerden der neuen Lockdown-Regelungen endlich wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels, im lokalen Einzelhandel hingegen glauben viele Inhaber gerade kleinerer Geschäfte kaum noch an einen Ausweg aus der Krise. Doch die Wirtschaft ist nur ein Bereich, in dem die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder im Monatsrhythmus für ein ständiges Auf und Ab sorgen. Ein weiterer sind die Schulen. Und was man früher kaum für möglich gehalten hätte: Die Kinder und Jugendlichen sehnen sich mit überwältigender Mehrheit danach, ihre Lehrerinnen und Lehrer wiederzusehen. Und zwar nicht auf dem Bildschirm, sondern leibhaftig. Lassen wir den Blick einmal durch den Kreis Segeberg schweifen.

Aus dem Kreis Segeberg

Grundschüler im Kreis Segeberg wollen zurück in die Schule
Einer von denen, die Anlass zur Zuversicht haben, ist ein Friseur aus dem Dorf Schmalensee. Was er in den letzten Tagen und Wochen erlebt hat, steht stellvertretend für eine ganze Branche. Christian Detlof hat ihn besucht.
Friseur Wolff in Schmalensee ist nach Lockerung nur noch am Telefon
Neuanfang unter Corona-Bedingungen: Der neue Direktor des Städtischen Gymnasiums in Bad Segeberg muss ungewöhnliche Wege gehen, um sich den Menschen an seiner Schule bekannt zu machen.
Neuer Leiter des Städtischen Gymnasiums Segeberg stellt sich per Video vor
Januar und Februar sind von jeher die Zeit, in der sich die Freiwilligen Feuerwehren zu ihren Jahreshauptversammlungen treffen. In diesem Jahr müssen sich die Blauröcke genau überlegen, wie sie verfahren. Drei Wehren, drei Wege.
Feuerwehren im Kreis Segeberg gehen bei Versammlungen unterschiedliche Wege
Aus Politik und Wirtschaft

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Diese Volksweisheit findet auf die neuesten Entwicklungen rund um die Deponie Damsdorf-Tensfeld einmal mehr Anwendung.
Land will WZV-Deponie Damsdorf-Tensfeld wegen Überfüllung stilllegen
Nur weil es Bedarf gibt, heißt das noch lange nicht, dass der auch befriedigt wird. In Alveslohe bewegen sich Angebot und Nachfrage bald im Einklang - zumindest was Kita-Plätze anbelangt.
Alles klar für eine zweite Kita in Alveslohe
Neben dem Kalkberg ist der benachbarte Wasserturm das Wahrzeichen Bad Segebergs. Der Start nach dem Umbau zum Hotel fiel mitten in die Corona-Pandemie. Doch die Zimmer mit ihrem atemberaubenden Ausblick lassen sich auch anders nutzen.
Aus dem Wasserturm in Bad Segeberg wird ein Büroturm
Das war ein ziemlich langer Weg, genau genommen Radweg. Bald können die Bagger anrollen, vor allem Eltern und Kinder freut es.
Im Gespräch

Es war einer der Aufreger der letzten Tage: Offenbar weil einige ihrer Äste im Weg waren, schnitten Unbekannte etliche Zweige einer jahrhundealten Eiche einfach gnadenlos ab. Die Kollegin Sylvana Lublow ist - und bleibt - an dem Thema dran.
Moorkaten: Sachverständiger sagt, dass Eiche mit Knickschere gerupft wurde
Manche Dinge glaubt man einfach nicht. Weil in einem Altenheim Corona ausgebrochen ist, werden Angestellte plötzlich wie Aussätzige behandelt. Einar Behn hat mit ihnen gesprochen.
Großenaspe: Altenpfleger fühlen sich beim Einkauf diskriminiert
Endlich - möchte man sagen. Seit Wochen sind die Impfzentren im Kreis Segeberg startklar. Doch es fehlte bislang an Impfstoff. Demnächst nehmen zwei weitere ihren Betrieb auf. Wahrscheinlich.
Weitere Impfzentren: Impfstart in Norderstedt und Wahlstedt
Meine Lieblingsgeschichte

Was haben wir zuletzt gelernt? Wasservögel frieren im Eis genaugenommen nicht fest, sondern werden eher vom Eis eingeschlossen. Wie auch immer: Die Rettung eines völlig erschöpften Schwans durch die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg ist meine (im Sinne von meine) Geschichte der Woche.
Segeberg: Feuerwehr rettet festgefrorenen Schwan vom Großen Segeberger See
In der Freizeit

Die einen finden sie mutig, die anderen nervig: Die zahlenmäßig eher kleine Segeberger Gruppe der Klimaschutzbewegung “Extinction Rebellion” erzielt mit ihren Aktionen zumindest eine ziemlich große Wirkung. Ob die auch nachhaltig ist, muss sich aber erst noch erweisen.
Extinction Rebellion bei Demo in Bad Segeberg um Deeskalation bemüht
Bei allem Verständnis - wer soll das verstehen? Gebetsmühlenartig warnen Stadt, Feuerwehr und Polizei davor, die Eisflächen zu betreten. Das Eis trage längst noch nicht verlässlich, das Betreten sei lebensgefährlich. Am Wochenende ignorierten auch in Bad Segeberg viele Spaziergänger die Warnungen. Im Zweifel gefährden sie nicht nur sich, sondern auch andere - etwa die Retter. In den nächsten Tagen sollen Plustemperaturen dem Spuk ja zum Glück ein Ende machen.
Trotz Warnungen der Feuerwehen - Eisflächen verlockten viele Segeberger
Tja, wie das so ist mit Krisen, sie bringen das Gute in den Menschen hervor, aber auch das weniger Gute. Eines ist aber nahezu allen Menschen gemein, die die Kolleginnen und Kollegen in den vergangenen Tagen getroffen und gesprochen haben: Der Wunsch nach einer verlässlichen Perspektive wird so langsam übermächtig. Hoffen wir gemeinsam, dass es kein frommer bleibt.
Viele Grüße
Ihr

Thorsten Beck
SZ-Redaktionsleiter


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