Profil anzeigen

Kreis Segeberg exklusiv // Kommt jetzt etwa 6G?

Kreis Segeberg exklusivKreis Segeberg exklusiv
Liebe Leserinnen und Leser,
für einen Moment stockte mir am Wochenende buchstäblich der Atem, als mein Blick zufällig auf die Schlagzeile eines Internet-Artikels fiel: Von „6G“ war dort zu lesen. 6G??? Um Himmels Willen, dachte ich, was ist denen in Berlin und/oder Kiel denn jetzt noch wieder an Corona-Regeln eingefallen. Ich hielt 3G (oder für unsere Freunde in der Hansestadt Hamburg: 2G) eigentlich für absolut ausreichend. Genesen, geimpft, getestet. Fertig. Was sollte denn jetzt noch kommen: Gewaschen, geföhnt, gelegt?
Ich muss zugeben: Die dänische Gelassenheit im Umgang mit der Pandemie hat mich noch nicht wirklich erreicht. Wenngleich ich die Skandinavier darum durchaus ein wenig beneide. Doch auch im Kreis Segeberg greifen nach und nach die angekündigten Lockerungen. Die Kollegin Nadine Materne hat sich einmal unter Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden umgehört, was sie darüber denken und wie alltagstauglich sie das Ganze tatsächlich finden. Ergebnis: Positive Skepsis. Mehr kann man aktuell wohl auch nicht erwarten.
Wie sehr Corona aber noch immer den Alltag bestimmt, zeigt das Beispiel einer Feier von Schülerinnen und Schülern an der Seepromenade in Bad Segeberg. Früher wäre das vollkommen harmlose und geregelte Treffen keine Zeile wert gewesen. In diesen Zeiten schlägt es hohe Wellen. Es hätte - wenn überhaupt - nur unter strengen Auflagen stattfinden dürfen. Eins ist klar: Kinder und Jugendliche sind die allzu oft übersehenen Verlierer der Pandemie.
Ansonsten wirft die Bundestagswahl am 26. September ihre Schatten voraus. Und natürlich ist Corona auch dabei ein Thema: Der Anteil der Briefwähler dürfte so hoch ausfallen wie niemals zuvor. Schätzungen gehen davon aus, dass über die Hälfte der Wahlberechtigten lieber auf diese Weise ihre Stimme abgibt. Die Verantwortlichen in den Verwaltungen stellt das vor völlig neue Herausforderungen. Welche, lesen Sie weiter unten.
Meine Lieblingsgeschichte in dieser Woche hat allerdings überhaupt nichts mit dem Virus zu tun. Die Leezener Au wird wieder zu einem kleinen Naturparadies, ohne dabei das Erholungsbedürfnis der Menschen zu vergessen. Es geht tatsächlich auch einmal ohne Polarisierung.
In Sachen “6G” gibt es übrigens Entwarnung: Es ging in der Meldung gar nicht um Corona, sondern um die physikalischen Kräfte, denen ein Mensch in einer Achterbahn ausgesetzt sein kann. Früher wäre einem dieser Zusammenhang sofort klar gewesen. So ändert Corona also selbst die Wahrnehmung unseres guten alten Alphabetes. Es ist irgendwie G.nug.
Aus dem Kreis Segeberg

Ohne Maske und Abstand - So reagieren Segeberger Betriebe auf Lockerungen
Land fordert: Viel weniger Neufläche für Segebergs Häuslebauer und Betriebe
Kreis Segeberg denkt über neue Kreisfeuerwehrzentrale an neuem Ort nach
Leere Wahllokale: Bis zu 60 Prozent im Kreis Segeberg stimmen per Brief ab
Aus Politik und Wirtschaft

Stadt Bad Segeberg will sich unabhängiger von Karl-May-Spielen machen
Offensive: 60 neue Fahrradbügel für die Innenstadt von Bad Segeberg
Solarpark Pronstorf - Bürgerentscheid kommt und Enerparc bietet Beteiligung
Bad Bramstedter Traditionsgeschäft Uhren Witt schließt für immer
Im Gespräch

Schüler-Feier am Großen See in Bad Segeberg schlägt hohe Wellen
Polizeieinsatz nach Amoklauf-Drohung gegen Berufsschule
Unwetter in Segeberg: Wasser kam durch Decke und Ladentüren
Geplantes MSC-Trainingsgelände in Kaltenkirchen soll auch Menschen mit Behinderung viele Sportmöglichkeiten bieten
Bürgerinitiative Wilstedter Straße in Henstedt-Ulzburg kämpft für Verkehrsberuhigung
Sozialkaufhaus der Diakonie in Bad Bramstedt beschäftigt Langzeitarbeitslose
Meine Lieblingsgeschichte

Wo Wasserbüffel leben: Naturparadies Leezener Au auf 200 Hektar verdoppelt
In der Freizeit

Backstage-Führungen bei Karl-May-Spielen in Bad Segeberg bis zum Ende der Hebstferien
Disco, Pogo, tingeling – so lieben es die Ballermänner beim Strandkorb Open-Air
Nach über fünf Jahrzehnten ist für den Hausfrauenbund Wahlstedt Schluss
Falls es Sie interessiert: Ich halte in einer Achterbahn noch nicht einmal das 1-fache meines eigenen Körpergewichtes (1G) aus, ohne dass mein Leben an mir vorüberzieht. Trotzdem würde ich gerne mal wieder völlig sorglos über einen richtigen Jahrmarkt schlendern. Und dabei Menschen ins Gesicht schauen. Nur mal so: Welche Kräfte wirken eigentlich rund um einen handelsüblichen Zapfhahn?
Viele Grüße
Ihr
Thorsten Beck
SZ-Redaktionsleiter
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.